Koldewey Gesellschaft

Konferenz zur »Digitalen Lehre der Bauaufnahme« am 26. Juni 2020

Die im Zuge der CoViD-19-Pandemie erprobten virtuellen Formate der Hochschullehre bringen für unser Fach erhebliche Einschränken mit sich. Die Vermittlung von Grundlagen der Bauforschung, mit ihrem zentralen Werkzeug der Bauaufnahme, konnte zeitweilig nur theoretisch durchgeführt werden.

Die landesweiten Lockerungen der behördlichen Auflagen ermöglichen inzwischen an den meisten Hochschulen und Universitäten wieder »hybride« Lehrangebote für kleine Studierendengruppen. Präsenzunterricht wird allerdings weiterhin, wenigstens im kommenden Wintersemester, nicht in der gewohnten Form stattfinden können.

Daraus resultieren verschiedene Probleme, die viele unserer Mitglieder gemeinsam betreffen: Zum einen können zentrale Lehrinhalte nicht in der üblichen Qualität und Tiefe vermittelt werden. Die dicht getakteten Lehrpläne insbesondere der Bachelor-Studiengänge der Architektur lassen auch das Nachholen von Kursen zu späteren Zeitpunkten in der Regel nicht zu. Zum anderen stellen manche Hochschulleitungen bereits Überlegungen dazu an, die virtuelle Lehre als Standard zu etablieren und den vermeintlich konservativen Präsenzunterricht möglichst weit zu reduzieren.

Dies könnte dazu führen, dass die Bauaufnahme/Bauforschung künftig weiter aus den Curricula der Architekturstudiengänge verschwindet, mit schwerwiegenden Folgen für das historische und konstruktive Verständnis der baulichen Umwelt. Daher unterstützt der Vorstand der Koldewey-Gesellschaft einen Vorstoß der TU Braunschweig, eine außerinstitutionelle Arbeitsgruppe zu formieren, die in regelmäßigen Treffen die Erfahrungen zu Möglichkeiten und Grenzen virtueller Lehre zusammenführt. Ergebnis könnte ein gemeinsames Thesenpapier sein, das den Lehrenden unseres Faches zur Verfügung gestellt wird.

Auf Einladung der TU Braunschweig kam am 26. Juni 2020 eine erste Konferenz zur »Digitalen Lehre der Bauaufnahme« zustande, deren wichtigste Ergebnisse hier zusammengefasst sind.

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